BBL: Meister Berlin dreht spät auf und siegt zum Auftakt
Meister Alba Berlin hat die Mission Titelverteidigung in der Basketball-Bundesliga erfolgreich aufgenommen. Erst wurde das zwölfte Meisterbanner feierlich unter das Dach der Berliner Arena gezogen, dann setzte sich Alba in einem rasanten BBL-Saisoneröffnungsspiel dank eines starken Schlussspurts mit 89:82 (41:43) gegen die Chemnitz 99ers durch.
Noch vor dem ersten Tip-Off der 61. Bundesliga-Spielzeit feierten die Gastgeber mit einer "Trophy Night" samt kostenlosen Trophäen-Tattoos und der Banner-Show den überraschenden Meistertitel aus der Vorsaison. "Wenn man vorher noch so etwas Schönes erleben darf und dann so in die Saison startet, dann weiß man, wofür man arbeitet", sagte Albas Malte Delow bei Dyn.
In der Berliner Trophäen-Nacht vor 9050 Fans gaben sich die Gäste aus Sachsen dann allerdings allergrößte Mühe, zum Partycrasher zu werden. Lange lief der Favorit einem Rückstand hinterher. Erst im vierten Viertel schaffte das Team von Pedro Calles den Führungswechsel.
Der 20 Jahre alte Point Guard Jack Kayil steuerte elf Punkte bei. Der Jungstar Kayil hatte im Sommer noch vor einem Wechsel in die NBA gestanden und letztendlich doch in Berlin verlängert. Bester Berliner Werfer war indes Jordan Ford mit 14 Punkten.
Bei Chemnitz, das zwölf neue Spielern in seinen Reihen hatte, waren die Point Guards Stefan Smith (19) und Cobe Williams (18) kaum zu stoppen.
Berlins größter Konkurrent Bayern München startet am Sonntag gegen die Bamberg Baskets (18.00 Uhr/Dyn) in die Saison, in der aus Sicht der Münchner die Kräfteverhältnisse in der BBL möglichst wieder zurechtgerückt werden sollen. "Wir wissen natürlich, dass wir jetzt diejenigen sind, die gejagt werden", hatte Albas Geschäftsführer Marco Baldi vor der Saison gesagt.
L.Ruiz--GM