Merz äußert sich nicht zu Aigners Ambitionen als Bundespräsidentin
Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich in seiner Rede auf dem CSU-Parteitag nicht zu einer möglichen Kandidatur der CSU-Politikerin Ilse Aigner für das Amt der Bundespräsidentin geäußert. Merz verzichtete in seiner Rede auf jeden Kommentar zur unionsinternen Debatte über eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Allerdings feierten die CSU-Delegierten Aigner mit stehendem Applaus, als Merz sie namentlich begrüßte.
CSU-Chef Markus Söder hatte zum Auftakt des Parteitags gesagt, er würde Aigner das Amt als deutsches Staatsoberhaupt von Herzen gönnen. Die 61-jährige bayerische Landtagspräsidentin wird seit Monaten für die Steinmeier-Nachfolge gehandelt, sie wäre die erste Frau im Amt des deutschen Staatsoberhaupts. Kurz vor Beginn des CSU-Parteitags wurden aber aus der CDU Stimmen laut, wonach diese sich gegen eine Festlegung auf Aigner wehrt.
Medienberichten zufolge will Merz Anfang nächsten Monats in der Unionsfraktion im Bundestag einen Vorschlag für die am 30. Januar anstehende Wahl machen.
U.Dominguez--GM