Chef von CDU-Sozialflügel fordert Merz zu Kurswechsel auf
Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, hat Bundeskanzler Friedrich Merz nach der Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt zu einem Kurswechsel aufgefordert. "Mit den üblichen Phrasen von einem bitteren Abend und notwendiger Analyse ist es nicht getan", sagte Radtke am Sonntagabend der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Die von Merz geführte Bundes-CDU müsse stärker als bisher die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vertreten.
Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sei "eine Zäsur für die CDU und die politische Mitte in unserem Land", sagte Radtke. "Wenn 70 Prozent sagen, die CDU vertrete Arbeitnehmer Interessen nur unzureichend, wenn 70 Prozent Angst haben, ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können, und 58 Prozent Angst vor Abstieg haben - dann müssen wir unser politisches Angebot verändern als Union", sagte der CDU-Politiker weiter.
Die Bundes-CDU müsse sich nun "auf das konzentrieren, was für die breite Mehrheit einen konkreten Unterschied macht", sagte der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA. Es gehe nun darum, Wachstum und Arbeitsplätze zu sichern, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und dafür zu sorgen, "dass der Staat seine Aufgaben vernünftig erledigt".
Y.Herrera--GM