Steinmeier würdigt Süssmuth als "leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als "leidenschaftliche Kämpferin für die Demokratie" gewürdigt. "Rita Süssmuth ist stets vorweg gegangen, war Vordenkerin, Vorkämpferin und Vorbild, insbesondere auch für viele Frauen", erklärte der Bundespräsident. Die CDU-Politikerin, engagierte Katholikin und Verfechterin von Frauenrechten war am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben.
"'Wer nicht kämpft, hat schon verloren' – das war die Maxime Ihrer Mutter, es war die Leitschnur ihres Handelns", erinnerte Steinmeier in einem Kondolenzschreiben an die Tochter der Verstorbenen. "Mit ihrem Mut, ihrer Beharrlichkeit, ihrem Humor und ihrer Überzeugungskraft hat sie maßgeblich dazu beigetragen, in unserem Land Schritt für Schritt mehr Gleichberechtigung in die Tat umzusetzen."
"Rita Süssmuth war die erste Frauenministerin der Bundesrepublik", erklärte Steinmeier weiter. "Mit ihrem Engagement und ihrer Strahlkraft hat sie viele Frauen inspiriert, sich einen Platz an der Spitze von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erobern." Zudem würdigte der Bundespräsident den Einsatz der Verstorbenen im Kampf gegen Aids sowie für eine "aufgeklärte Einwanderungspolitik". "Integration war ihr ein Herzensanliegen. Sie hatte früh erkannt, dass in unserem Land Integrationspolitik eine Zukunftsaufgabe ist."
Y.Ramivrez--GM